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Waldhufendorf:  
 
gehört zu den Reihendörfern, wobei die Gehöfte auf der jeweils zugehörigen Hufe erbaut sind, die Länge der Hufe beträgt häufig mehrere Kilometer, die Hufen laufen bis an die Grenzen der Gemarkung durch, hier ist der Wald, der stückweise gerodet wurde, zum Teil noch heute erhalten, diese Hufe war der Gesamtbesitz eines Bauern, jeweils durch einen zugehörigen, eigenen Feldweg erschlossen, daher war ein Flurzwang nicht erforderlich, beim W. sind Dorf- und Flurform fest miteinander verbunden.
 
Walmdach:  
 
Abschrägung der Dachfläche an der Giebelseite, Vollwalm: Fuß des W. unterhalb der Hauptbalkenlage, Halbwalm: Fuß des W. in Höhe der Hauptbalkenlage, Krüppelwalm: Fuß des W. oberhalb der Hauptbalkenlage.(K. Baumgarten, Das Bauernhaus in Mecklenburg, 1965, S.94)
 
Wandständerbau:  
 
Ständerbau, bei dem die allein tragenden Wände zugleich Außenwände sind, wandständriges Gerüst,(Gegensatz: Innengerüst beim niederdeutschen Hallenhaus, Außengerüst beim Umgebindehaus).
 
Wechsel:  
 
ein in der Regel waagerechtes Holz, in das ein rechtwinklig dazu liegendes Balkenende eingezapft wird.(W. Radig, Das Bauernhaus in Brandenburg und im Mittelelbegebiet, 1966, S. 100)
 
Weichdach:  
 
weiche Dachhaut aus Schilfrohr, Getreidestroh und Holzschindeln, die entflammbar sind.
 
Weiler:  
 
Einzelsiedlung mit locker gruppierten Einzelhofstellen, die eine gewisse Ordnung erkennen lassen, gute Anpassung an die Geländegegebenheiten, die keine größere Siedlung zuläßt, auch Standorte von Förstereien, Kleinbahnhöfen, Mühlen, Ziegeleien u.a. (Unterteilung in Bauernweiler, Gutsweiler, Werkweiler).
 
Wellerstaken-fachwerk:  
 
die Staken werden mit in Lehm gewälzten Strohseilen, den Wellern, umwickelt.
 
Wellerwand:  
 
mit Langstroh gemischter Lehm wurde in 'Sätzen' bis zu 1m Höhe aufgesetzt, festgeschlagen oder -getreten und mit dem Spaten auf die vorgesehene Wanddicke abgestochen. (Ahnert/Krause,Typische Baukonstruktionen von 1860-1960, 1991 S.58)
 
Wendesäule:  
 
senkrechtes Vierkantholz, an dem der Torflügel befestigt ist und das sich in dem Balkenende (Pfanne) einer Schwelle dreht.(W. Radig, Das Bauernhaus in Brandenburg und im Mittelelbegebiet, 1966, S. 100)
 
Windbrett:  
 
1) Brett an der Fassade zwischen den Balkenköpfen zur Abdeckung der Deckenfelder nach außen. Vorläufer des Füllholzes. 2) Brett zur Abdeckung der Stirnseite der Dachdeckung am Giebel (=Ortgang).
 
Windelboden:  
 
mit Langstroh umwickelte (gewindelte) und in Lehm getauchte Spalthölzer oder dicke Äste (Wellerholz), die dicht nebeneinander zwischen den Deckenbalken in Nuten geschoben werden (Füllung der Deckenfelder und schalldämmende Aussteifung).(Ahnert/Krause,Typische Baukonstruktionen von 1860-1960, 1991 S.102)
 
Windrispe:  
 
streben- oder schwertungsähnliches Holz zur Längsversteifung der Sparren.
 
Wohn-Stall-Haus:  
 
siehe 'mitteldeutsches Wohn-Stall-Haus'.
 
Wüstung:  
 
eine infolge von Kriegsverwüstungen, Epidemien oder Erschöpfung des Bodens von den Bewohnern aufgegebener Ort/Siedlung (Ortswüstung) oder außer Nutzung gekommene Feldflur (Flurwüstung), u.a. im Spätmittelalter und im Dreißigjährigen Krieg, W. sind anhand bestimmter Merkmale erkennbar wie Vegetation, Wegenetz, Dorfbefestigungen, Parzellenfiguration, Feuerstellen, Oberflächenfunde, Kirchenruine, eine wichtige Ergänzung bieten Luftbildaufnahmen, Vermessungen von Siedlungsrelikten in Gelände und historischen Flurkarten, man unterscheidet Haus-, Flur- und Dorfwüstungen.
 

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