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Verblattung:  
 
Verbindung zweier Hölzer in einer Ebene, wobei an jedem Stück die dem anderen Teil entsprechende Hälfte herausgestemmt wird (Blatt und Blattsasse, 5-10 cm tief), Befestigung der beiden Teile mit Holznägeln, beim Anblatten endet ein Holz am anderen, beim Überblatten kreuzen sie sich.(K. Bedahl, Historische Hausforschung, 1978, S.41)
 
Verkämmung:  
 
Verzimmerung waagerechter sich kreuzender Hölzer, z.B. von Rähmen und Balken, bei der die Balken mit Hilfe von Nuten in besondere Kämme der Rähme greifen, dieser Verbindung ging das Auflegen der Balken voraus, bei dem Balken wie Rähm gemeinsam von durchschießenden Zapfen der Ständer erfaßt wurden.(K. Bedahl, Historische Hausforschung, 1978, S.41)
 
Verknotung:  
 
Verzimmerung, die die Ständer, Rähme und Balken miteinander verbindet, die Gerüstverknotung bildet ein wesentliches Untersuchungsobjekt in der Gefügeforschung.(W. Radig, Die Oberlaube an Stallgebäuden,1982, S.272)
 
Versenkung:  
 
Tieferlegung der Decke zur besseren Erwärmung des Raumes, dient zugleich zur Erweiterung des Dachraumes (s. 'Senkbalken').
 
Verzapfung:  
 
Zusammenfügen zweier Hölzer durch Einstecken eines im Querschnitt reduzierten Holzes (Zapfen) in das andere Holz (Zapfenloch). Befestigung der beiden Teile durch einen Holznagel in ein vorgebohrtes Loch.(K. Bedahl, Historische Hausforschung, 1978, S.41)
 
Vierkanter:  
 
vierseitiges Gehöft mit geschlossenem Gebäudering.
 
Vierseithof:  
 
in der Mark Brandenburg sich erst im Verlauf des 19. Jh. im Zusammenhang mit der Intensivierung der Landwirtschaft in den bäuerlichen Grundstücken allgemein durchsetzende Bebauung entlang allen 4 Seiten des Hofes, gewöhnlich mit traufseitig zur Straße gestelltem Wohnhaus, der Scheune an der Rückfront und den Stallgebäuden an den beiden Hofseiten. (H. J. Rach, Die Dörfer in Berlin, 1988, S. 384)
 
Vierständerbau:  
 
Gebäude, deren dachtragende Gerüste von vier Längsständerreihen (2 Traufenreihen, 2 innere Reihen) gebildet werden, entsprechend Dreiständer- oder Zweiständerbau.(G. Altekamp, Alte Bauernhäuser im Taschenmuseum, 1986, S. 47)
 
Vorkragung:  
 
Vorspringen eines Bauteils, wie eines oberen Stockwerks über das darunterliegende, konstruktiv ermöglicht durch das Auskragen von Decken- oder Stichbalken, die die Stockschwelle des darüber beginnenden Stockwerks an ihrer vorderen Kante tragen.
 
Vorlaube:  
 
dreiseitig offener Raumteil des Hauses, dessen Dach oder Decke durch Stiele getragen wird (Giebellauben, Traufseitlauben und Oberlauben). (K. Baumgarten, Das Bauernhaus in Mecklenburg, 1965, S. 95.)
 
Vorstoß:  
 
die beim Blockbau an den Ecken überstehenden Enden, überkämmt.(G. Altekamp, Alte Bauernhäuser im Taschenmuseum, 1986, S. 24)
 
Vorwerk:  
 
ein zu einem Hauptgut gehörendes, relativ selbständig wirtschaftendes Filialgut, das entweder in einem anderen Dorf, wie mehrfach die Amtsvorwerke oder außerhalb der geschlossenen Siedlung lag, letztere entstanden häufig im Zusammenhang mit den bürgerlichen Agrarreformen und dienten der rationellen Bewirtschaftung entfernt gelegener Ländereien. (H. J. Rach, Die Dörfer in Berlin, 1988, S. 384)
 

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