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Radialhufenflur:  
 
vielfach in Verbindung mit Rundplatzdörfern auftretende Planform, bei der die Hufen radial vom Dorf aus der Gemarkungsgrenze zustreben.
 
Rähm (Wandrähm, Stuhlrähm):  
 
waagerechtes Kantholz auf den Ständern/Stielen der Wände oder des Dachstuhles aufgezapft, man unterscheidet die Ober- und Hochrähmverzimmerung (Rähm oberhalb oder mit Abstand oberhalb der Deckenbalken), meist im Geschoßbau und die Unterrähmzimmerung (Rähm unterhalb der Deckenbalken (im Stockwerksbau).(K. Baumgarten, Das Bauernhaus in Mecklenburg, 1965, S.92)
 
Rauchhaus:  
 
1,5 bis 2,0-geschossiges Haus ohne Decke im Küchenraum, bei dem der Rauch unmittelbar (ohne Rauchmantel oder Schornstein) in den Dachraum aufsteigt und durch Dachdeckung und Rauchlöcher entweicht.
 
Rauchherd:  
 
offener Herd ohne Rauchschlot bzw. Schornstein, in der Abfolge: bodengleiche, offene Feuerstelle, Feuerstelle mit Herdrahmen, hochgemauerter, offener Herd mit hölzernem Herdrahmen, ummantelter Herd (siehe 'Schwibbogen').
 
Rauchschlot:  
 
zunächst aus Fachwerk mit Lehm verkleideter Rauchabzug (18. Jh.), später aus ungebrannten, luftgetrockneten Lehmsteinen, ab ca. Mitte des 19. Jh. mit gebrannten Backsteinen, er sammelt den Rauch und leitet ihn in Firstmitte über das Stroh-/Reetdach hinaus ins Freie.
 
Realteilung:  
 
Erbsitte, bei der die Bauernhöfe entsprechend der Kinderzahl aufgeteilt werden.
 
Reet- und Rohrdach:  
 
Weichdach mit einer Deckung aus den wurzellosen Halmen des Teichschilfrohres.
 
Refugies:  
 
Flüchtlinge, insbesondere im 16. und 17. Jh. aus Frankreich geflohene Anhänger der (calvinistisch) reformierten Kirche, die Hugenotten. (H. J. Rach, Die Dörfer in Berlin, 1988, S. 383)
 
Reihendorf:  
 
entlang eines Weges, Baches, Kanals oder Deiches angelegte Siedlung, die Hoffluren (Hufen) schließen senkrecht an die Gehöfte an.
 
Reiterverband:  
 
ein durch gekreuzte Kopf- und Fußstreben gesicherter einfach stehender Stuhl, das zwischen den Spitzsäulen der Binder sitzende Längsrähm wird Reiter genannt, sind zwei solcher Reiter übereinander angeordnet, bilden sie einen Doppelreiter.(W. Radig, Gefügestudien in Brandenburg, 1965, S.162)
 
Riegel:  
 
waagerechtes Holz in der Fachwerkwand zur Verbindung der Ständer, meist in der Reihung der Gefache als Brust- oder Kopfriegelbahn, über Fenster und Tür auch als Sturzriegel. Bei neuzeitlichen Gebäuden zwischen die Ständer gezapft, bei mittelalterlichen Gebäuden oft als langer Riegel über die Ständer geblattet.(K. Baumgarten, Das Bauernhaus in Mecklenburg, 1965, S.92.)
 
Rittergut:  
 
in der Regel aus dem Lehen entstandener feudaler Großgrundbesitz, der mit besonderen Privilegien (gerichtsherrliche und sonstige obrigkeitliche Rechte, Steuerrechte, Jagdrechte etc.) ausgestattet war, als Gegenleistung waren sog. Ritterpferde (bewaffnete Reiter) im Kriegsfalle zu stellen, die Leistung wurde später in Geld umgewandelt, in der Regel konnten nur Adlige ein R. besitzen.
 
Ritzkammuster:  
 
s. Kratzputz
 
Rofen:  
 
Hölzer beim Pfettendach, schräges Dachholz für die Dachdeckung, das (im Gegensatz zum Sparren) nicht auf den Dachbalken oder einer Dachschwelle steht, sondern mit dem oberen Ende an einer Firstpfette befestigt ist.
 
Rofendach:  
 
siehe 'Pfettendach'.
 
Rundling:  
 
allgemeine Bezeichnung für in Rund- oder Halbrundform angelegte Dörfer, zweckmäßig in Rundplatzdorf als größere Planform und Rundweiler zu trennen.
 
Rundlingsdorf/ Rundplatzdorf:  
 
Siedlungsform, die durch einen größeren, häufig mit Kirche und Dorfteich versehenen, rundlichen Dorfplatz und nur einen Zugang charakterisiert wird, besonders häufig in einigen Regionen der einst slawisch besiedelten Gebiete anzutreffen, offenbar jedoch erst im Zusammenhang mit der feudalen deutschen Ostexpansion planmäßig angelegt. (H. J. Rach, Die Dörfer in Berlin, 1988, S. 383)
 
Rundweiler:  
 
besteht aus 3 bis 5 Höfen, die Gehöfte haben eine Aus- und Einfahrt nach der Dorfmitte zu, wo mehrere Zugangswege über einen kleinen Platz hinwegführen, zu diesen Weilern gehört meist eine Blockflur.
 

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