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Mark:  
 
allgemeine Grenze, abgegrenztes Gebiet.
 
Märkischer Längsverband:  
 
einseitig auf die Sparren eines Kehlbalken- oder Sparrendaches von außen aufgeblattete bzw. aufgekämmte Vierkanthölzer zur Längsaussteifung, die teils der Firstlinie parallel, d.h. waagerecht, teils schräg zu ihr verlaufen, er wird bei den Wohn-Häusern seit dem 18. Jh., bei den Scheunen und Ställen häufig erst seit Beginn des 19.Jh. durch den einfachen oder den doppelt stehenden Stuhl abgelöst. (Da dieser Längsverband auch außerhalb der Mark Brandenburg verbreitet war, ist seine Bezeichnung ('märkisch') nicht korrekt).(W. Radig, Das Bauernhaus in Brandenburg und im Mittelelbegebiet, 1966, S.28)
 
Märkisches Mittelflurhaus (Märkisches Dielenhaus):  
 
vom niederdeutschen Hallenhaus stark beeinflußte Ausgleichs- und Mischform des Wohn-Stall-Hauses mit Längsgliederung, die alte Diele hat sich zum Längs- oder Mittelflur verengt, der Aufschluß ist giebelseitig an der Dorfstraße, der Stall liegt nach dem Hofe zu (die Bezeichnung 'Mittelflur' ist nicht zutreffend, da er nicht mittig durch das Haus verläuft - weder beim sog. Mittelflurhaus (Längsaufschluß) noch beim Ernhaus (Queraufschluß), die Bezeichnung 'märkisches Längsflurhaus' ist zutreffender, V. Schnöke)(W. Radig, Das Bauernhaus in Brandenburg und im Mittelelbegebie, 1966, S.42)
 
Marschen:  
 
fruchtbare, in der Regel durch Deiche geschützte Schwemmlandböden entlang der Küste (Seemarschen) oder an Flüssen (Flußmarschen).
 
Melioration:  
 
Verbesserung, hier: Trockenlegung von Sumpfgebieten zur Gewinnung von Weide- und Ackerland.
 
Meßtischblatt:  
 
Auszug aus den ab 1865 systematisch vermessenen, topographischen Karten der preußischen Provinzen (s.a. Urmeßtischblatt).
 
Mitteldeutsches Ernhaus:  
 
mindestens seit dem 18. Jh. verbreitetes, ursprünglich dreizoniges Wohn-Stall-Haus (Wohn-, Flur- und Küchen-, Stallzone), Aufschluß traufseitig vom Flur aus, ab 1750 entwickelt sich daraus das reine Wohn-Haus, das Vorbild für die meisten Kolonistenhäuser und Ausgangsform der frühen Landarbeiterkaten im brandenburgischen Raum war (siehe auch 'Mitteldeutsches Wohn-Stall-Haus').
 
Mitteldeutsches Wohn-Haus:  
 
es entwickelte sich aus dem mitteldeutschen Wohn-Stall-Haus, welches Vorbild für die meisten Kolonistenhäuser und Ausgangsform der frühen Landarbeiterkaten im Brandenburgischen Raum war (ab 1750).
 
Mitteldeutsches Wohn-Stall-Haus:  
 
quergeteiltes Haus mit traufseiger Tür, durch die man die Herd- und Flurzone mit Schwarzer Küche betritt, mit Wohnzone auf einer Seite des Flures und Stallzone auf der anderen. Als Wohn-Speicher-Haus befinden sich anstelle des Stallteiles Kammern (Speicher).(W. Radig, Streifzug durch Siedlung und Volksbaukunst in der Ostprignitz, 1971, S.45)
 
Mittellängsdie-lenhaus:  
 
jüngere Bezeichnung für das niederdeutsche Hallenhaus, bei dem die firstparallele mittlere Diele kennzeichnend ist, man unterscheidet Durchgangsdielen und Sackdielen (vor einer Querwand endend).
 
Mittelsäule:  
 
verkürzte Firstsäule: sie steht auf dem Dachbalken und unterstützt im Sparrendach eine Firstpfette, Reliktform der (siehe) 'Firstsäule'.(W. Radig, Das Bauernhaus in Brandenburg und im Mittelelbegebiet, 1966, S.31)
 
Morgen:  
 
Flächenmaß, zwischen ca. 25 und 34 a = 2.500-3.400 qm, (1a = 100 m², 100 Ar = 1 Hektar), 1 'Preußischer Morgen' = 0,25ha = 2.500m², 4 Morgen = 1ha = 10.000m²), Morgengabe, nach germanischem Recht ein Geschenk, das der Gatte nach der Brautnacht seiner Frau als Entgelt für die Jungfernschaft übergab. (Eine Fläche, die von einem Hofbesitzer an einem Tage zu bearbeiten war, nach R. Mielke)
 

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