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Fach:  
 
Längenmaß niederdeutsch geprägter Gebäude, Abstand oder Raum zwischen zwei Gebinden in der Längsverbindung, nicht zu verwechseln mit Gefach.(K. Baumgarten, Das Bauernhaus in Mecklenburg, 1965, S. 89)
 
Fachwerk:  
 
tragendes Gerüst aus miteinander verbundenen senkrechten, waagerechten und schrägen Hölzern, die von diesen eingeschlossenen Gefache sind mit anderem Material geschlossen (siehe 'Stockwerkbau' und 'Geschoßbau').
 
Falz:  
 
winkelförmige Kantenausnehmung, z.B. Anschlag eines Fensterladens.
 
Feder:  
 
schmale Leiste als Verbindung zweier genuteter Bretter oder Bohlen.
 
Feld:  
 
in einer Holzbalkendecken die Fläche zwischen zwei Deckenbalken.
 
Feld-Gras-Wirt-schaft:  
 
Bodennutzungssystem mit abwechselnder Acker- und Grünlandwirtschaft.
 
Feldmark:  
 
Gesamtheit der zu einer Gemeinde gehörenden und bewirtschafteten Fläche, umfaßt die Äcker, Wiesen und Weiden. (H. J. Rach, Die Dörfer in Berlin, 1988, S. 380)
 
Feldstein:  
 
Sammel- oder Lesestein, der durch Gletscher während der letzten Eiszeiten vor 25.000 bis 10.000 Jahren aus Skandinavien in die nördlichen Regionen Deutschlands transportiert, dabei zerkleinert und geglättet wurde.(M. Schrader, Bauhistorisches Lexikon, 2003)
 
Feldsteinmauerwerk:  
 
die Feldsteine sind entweder gänzlich unbearbeitet oder aus größeren Steinen gespalten(M. Schrader, Bauhistorisches Lexikon, 2003)
 
Fensterzarge:  
 
aus Holzbohlen zusammengesetzter Rahmen, der in die anschlaglose Öffnung eingesetzt wird, an ihm wird der Fensterflügel befestigt.
 
Feudalherren:  
 
herrschende Klasse im Feudalismus, die das Land besaß.
 
First:  
 
die obere, meist waagerechte Schnittlinie zweier geneigter Dachflächen.
 
Firstpfette:  
 
die oberste, unter dem First liegende Pfette (ältere Form: Firstbaum).
 
Firstsäule/ Firstständer:  
 
in der Giebelwand oder im Gebinde stehender, von der Grundschwelle bis zum First reichender Ständer, der (beim Pfettendach) die Firstpfette trägt oder bei dem (im Sparrendach) die Sparren seitlich anliegen, Reliktformen sind 'Mittelsäule', Spitzsäule'.(W. Radig, Gefügestudien in Brandenburg, 1965, S.163)
 
Flechtwerk:  
 
Ausfachung aus Rutengeflecht zwischen den Pfosten, Ständern, Stielen.(G. Altekamp, Alte Bauernhäuser im Taschenmuseum, 1986, S. 11)
 
Flett:  
 
Raum in niederdeutschen Hallenhäusern, der den auf dem rückwertigen Dielenende gelegenen Herdraum sowie beidseitig zu diesem hin offene Abseitennischen umfaßt und zumeist durch Türen in den Außenwänden geschlossen wird.
 
Flur:  
 
im engeren Sinne das zu einer Siedlung gehörende bewirtschaftete Land (Feldmark), im weiteren Sinne das gesamte Landzubehör einer Siedlung (Hofland, Gärten, Äcker, Wiesen, Teile des Grünlandes, Holzungen, Wege, Gewässer) einschließlich Wald. (H .J. Rach, Die Dörfer in Berlin, 1988, S. 380)
 
Flurbereinigung:  
 
seit 1815 umfassende Neuordnung der Feldflur zur Verbesserung der Agrarstruktur. Die Zusammenlegung von zersplittertem landwirtschaftlichen Grundbesitz ermöglichte den rationellen Einsatz von Maschinen und die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse.
 
Flurformen:  
 
F. werden bestimmt durch natürliche Verhältnisse, Pflugtechniken, Bodennutzungssysteme, Agrar- und Familienverfassungen, Erbrecht, Messtechnik und Gruppenzugehörigkeit der Siedler, die Flurtypen haben sich in engem Zusammenhang mit den Siedlungsformen entwickelt.
 
Flurkarte:  
 
Darstellung der in einer Feldmark gelegenen Flur- und Grundstücksgrenzen, Gebäudegrundrisse, Nutzungsarten und Ergebnisse der Bodenschätzung, die Flurkarte ist Bestandteil des Liegenschaftskatasters.
 
Flurverfassung:  
 
Ordnung der Besitzverhältnisse und Bodennutzung in den Feldfluren, sie enthält Kriterien der Landschaft, Siedlungsweise und Kulturentwicklung.
 
Flurzwang:  
 
F. ist die für alle Bauern eines Dorfes verbindliche Anbauordnung der Ackerflur, die Feldbestellung/Bewirtschaftung in den drei Gewannen der Dreifelderwirtschaft erfolgte in genossenschaftsähnlichen Strukturen - Fruchtfolgen und Bearbeitungszyklen wurden gemeinsam festgelegt, mit der Aufhebung der alten Gewannflur fiel Anfang des 19. Jh. auch der Flurzwang weg.
 
Freibauern:  
 
sie besaßen ihre Höfe zu vollem Eigentum und als freies Erbe, waren nicht abgabepflichtig und mitunter selbst Gutsherren.
 
Fuß:  
 
Längenmaß, 1preußischer Fuß=31,4 cm
 
Fußband:  
 
schräges Holz am Fuß eines Ständers, das Ständer und Schwelle im Fachwerk versteift.(K. Baumgarten, Das Bauernhaus in Mecklenburg, 1965, S.89)
 

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