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einfaches Kehlbalkendach ohne Stuhl:  
 
Sparrendach mit Kehlbalken, binderlos, ohne Dreiecksverband, ältere Form, heute selten.
 
Einhälsung:  
 
Holzverbindung, bei der ein Deckenbalken kurz vor seinem Ende (am Hals) auf etwa ein Drittel seiner Stärke reduziert ist und in einem Schlitz am Ständerkopf eingelegt wird, das äußere Balkenende (Balkenkopf) ist in voller Balkenstärke belassen und bewahrt so die Ständer/Stiele vor seitlichem Ausweichen.
 
Einhaus:  
 
Gebäude mit Wohn- und Wirtschaftszonen unter einem Dach (mit durchlaufendem First).
 
Einlieger (Tagelöhner):  
 
mindstens seit dem 18. Jh. übliche behördliche und noch bis in das 20. Jh. verwendete Bezeichnung für jenen Teil der Dorfbevölkerung, der zur Miete wohnt, etwas Kartoffelland erhielt und zu bestimmten Zeiten (Frühjahrsbestellung, Ernte) als landwirtschaftlicher Lohnarbeiter tätig war, ansonsten konnten sie frei über ihre Zeit verfügen, aber auch Handwerksgesellen und Industriearbeiter. (H. J. Rach, Die Dörfer in Berlin, 1988, S. 380)
 
einraumtiefe Häuser:  
 
Gebäude, die nur die Breite eines Raumes besitzen.
 
Erbpachtgut/Erbzinsgut:  
 
durch ein ursprünglich feudales erbliches und veräußerliches Nutzungsrecht gekennzeichnetes Bauerngut, der Erbpächter hatte jährlich einen Erbzins in Geld oder Naturalien an den Oberherrn des Gutes zu entrichten, dieser hatte in der Regel auch das Vorkaufsrecht, Verpfändungen und Teilungen bedurften seiner Zustimmung, in Preußen am 2.3.1850 gesetzlich aufgehoben. (H. J. Rach, Die Dörfer in Berlin, 1988, S. 380)
 
Erbuntertänigkeit:  
 
vererbbare ökonomische und persönliche Abhängigkeit des an die Scholle gebundenen Bauern von dem Gutsherrn, die E. wurde erst im Zuge der Ablösungsgesetzgebung im 19. Jh. aufgehoben.
 
Ern:  
 
zentraler Bereich im mittel- und oberdeutschen Haus, durch den man das Haus betritt und von dem aus man in weitere Wohn- und Wirtschaftsräume gelangt, der Ern enthält zugleich die Feuer-/Kochstelle, mundartliche Bezeichnung für den Flur.
 
Ernhaus, mitteldeutsches:  
 
Haustyp, der in der älteren Literatur als 'Fränkisches Haus' bezeichnet wird, quergegliedertes Gebäude mit drei Zonen: Wohn-, Flur- und Stallzone, Ern ist die Bezeichnung für den Flur-/Herdraum. (siehe 'Mitteldeutsches Wohnstallhaus')
 
Etablissement:  
 
vor allem im 18. und im frühen 19. Jh. übliche Bezeichnung für verschiedene bürgerliche Unternehmungen wie Handelsniederlassungen, Gasthöfe, Manufakturen und kleine Fabriken, oft am Rande oder außerhalb geschlossener Siedlungen gelegen. (H. J. Rach, Die Dörfer in Berlin, 1988, S. 380)
 

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