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Dachbalken:  
 
quer zur Firstrichtung verlegte Balken (auf dem Rähm aufliegend), auf dem die Sparren und die Stiele des Dachstuhls stehen.(K. Baumgarten, Das Bauernhaus in Mecklenburg, 1965)
 
Dachbalkenzim-merung:  
 
Gefüge, bei dem jedes Sparrenpaar auf einem Dachbalken steht.
 
Dachformen:  
 
Satteldach,Walmdach, Halbwalmdach, Krüppelwalmdach.(G. Altekamp, Alte Bauernhäuser im Taschenmuseum, 1986, S. 31)
 
Dachgaube:  
 
Dachaufbau für stehendes Dachfenster, z.B. als Giebelgaube (1), Walmgaube (2), Schleppgaube (3), Fledermausgaube (4).
 
Dachhaut:  
 
weiche Dachhaut: Rohr-, Stroh-, Heide- und Holzschindeldach, harte Dachhaut: Schiefer- und Ziegeldach.
 
Dachlatten:  
 
auf den Sparren befestigte Hölzer zur Aufnahme der Dachhaut (Weich- und Harteindeckung).
 
Dachreiter:  
 
schlankes Türmchen (meist aus Holz) über der Vierung einer Kirche oder auf dem Dachfirst eines Hauses.
 
Dachschwelle:  
 
siehe 'Sparrenschwelle'.
 
Dachstuhl: doppelt liegender Stuhl:  
 
Gerüst mit doppelt liegendem Stuhl, bei Spannweiten größer als 10 m, selten, Ständer/Stiele sind an die Sparren angelehnt (frühestens im 18.Jh. ?).(G. Altekamp, Alte Bauernhäuser im Taschenmuseum, 1986, S. 29)
 
Dachstuhl: einfach und doppelt stehender Stuhl:  
 
bei Kehlbalkendach häufig verwendete Stützkonstruktion, üblicher Längsverband bei größeren Dachbreiten, der aus 2 Rähmen (Vierkanthölzer) und 2 senkrecht stehenden Stielen/Ständern je Gebinde besteht, nach Anzahl der Stiele unterscheidet man den einfach oder den doppelt stehenden Stuhl, nach der Stellung der Stiele den senkrecht stehenden oder den liegenden.(W. Radig, Das Bauernhaus in Brandenburg und im Mittelelbegebiet, 1966, S. 94)
 
Dachüberstand:  
 
Überstand der Traufe und des Ortganges zur Hauswand.
 
Dachwerk:  
 
Gesamtheit aller das Dachgerüst bildenden und die Dachdeckung tragenden Hölzer.
 
Darre:  
 
in einem Gebäude untergebrachte Vorrichtung zum beschleunigten Trocknen (Dörren) pflanzlicher Stoffe, vor allem von Gerstenmalz (für die Bierbrauerei) und Flachs, aber auch von Zichorienwurzeln (für den Kaffeersatz), Obst und verschiedenen Samen, z.B. aus den Kiefernzapfen. (H. J. Rach, Die Dörfer in Berlin, 1988, S.379)
 
Deckenbalken:  
 
Hölzer, die die Deckenfüllung/-schalung tragen.(Ahnert/Krause, Typische Baukonstruktionen von 1860-1960, Band 1, 1991, S. 102)
 
Deele:  
 
niederdeutsche Bezeichnug für Diele.
 
Dendrochronologie:  
 
Datierung des Fällungszeitpunktes von Holz, basierend auf der Abfolge der Jahresringe, die klimatisch bedingt unterschiedlich breit sind, das Fällungsjahr ist in der Regel das Baujahr des Gebäudes.
 
Deputationsarbeiter / Deputatarbeiter:  
 
Angehöriger der spätfeudalen Schicht der Landarmut, der - ähnlich wie das Gesinde - durch einen meist ganzjährigen Kontrakt an einen Gutsbesitzer oder großen Bauern gebunden war und für die vereinbarte, täglich (außer sonntags) zu vollbringende Arbeitsleistung neben einem geringen Geldlohn kostenlos Wohnung und Naturlohn (Deputat) erhielt, er durfte, im Unterschied zum Gesinde, eine Familie gründen. (H. J. Rach, Die Dörfer in Berlin, 1988, S. 380)
 
Dienste:  
 
von Bauern/Hüfnern/Kossäten (bis zur Bauernbefreiung, ca.1815) unentgeltlich zu verrichtende Arbeiten: Hofdienste, Landfuhren, Bau- und Jagddienste u.a.m.
 
Domäne:  
 
dem Landesherren bzw. dem Staat (Königs- oder Fürstenhaus) gehörender land- oder forstwirtschaftlicher Grundbesitz (zur Erwirtschaftung von Staatseinkünften ).
 
Dreifelderwirtschaft:  
 
System des Ackerbaus zur Körnerfruchtproduktion, das eine jährlich wechselnde Fruchtfolge (Brache, Wintergetreide, Sommergetreide) vorschrieb, Einteilung der Ackerflur eines Dorfes in drei Großfelder, dies hat die Gewannteilung (3 Gewanne) der Felder, die Gemengelage der Bauernäcker und den Flurzwang zur Folge, schon im alten Rom verbreitet, in Deutschland bis in das 19. Jh. dominierend.
 
Dreiseithof:  
 
nur an 3 Seiten eines bäuerlichen Hofes mit Gebäuden besetztes Grundstück, dessen vierte Seite - Straßenseite oder linke bzw. rechte Grundstücksseite - unbebaut bleibt, die offene Straßenseite wird durch Zaun/Mauer geschlossen. (H. J. Rach, Die Dörfer in Berlin, 1988, S. 380)
 
Dreiständerbau (mit einer Abseite):  
 
Gebäude (Hallenhaus), deren dachtragende Gerüste von drei Ständerreihen gebildet werden, entsprechend Vierständer oder Zweiständer.(G. Altekamp, Alte Bauernhäuser im Taschenmuseum, 1986, S. 47)
 
Drempel:  
 
Bauweise, die durch Dachräume mit halbhohen, gemauerten Außenwänden gekennzeichnet ist (siehe auch 'Kniestock').
 
Drempelgeschoß:  
 
oberstes Geschoß, bei dem etwa auf Kniehöhe die Dachschräge ansetzt, kennzeichnend sind bis dort durchgehende Ständer, in die die Geschoßbalken gezapft sind (Gegensatz: Kniestock).
 
Durchfahrtshaus:  
 
niederdeutsches Hallenhaus, dessen beide Giebel Toreinfahrten besitzen.
 
Durchgangshaus:  
 
niederdeutsches Hallenhaus, vorderer Giebel mit Toreinfahrt, hinterer Giebel mit Fußgängertür, ältere Formen: Teile der Diele (vor allem die Luchten) dienen als Wohnraum, jüngere: die als Wohnraum nur Stuben/Kammern enthalten.
 

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