Suche
Kreis
PLZ
Ort

Objekte

Übersicht
Berlin Uckermark Oberhavel Ostprignitz-Ruppin Prignitz Barnim Havelland Potsdam Brandenburg/Havel Potsdam-Mittelmark Teltow-Fläming Dahme-Spreewald Oder-Spree Frankfurt/Oder Märkisch-Oderland Cottbus Elbe-Elster Oberspreewald-Lausitz Spree-Neiße Land Brandenburg

Portrait  

Karte

15926 Walddrehna

Dahme-Spree


Ersturk. Erwähnung:1486 Drenow, ab 1535 Wendisch oder Windisch Drehna

„Drenau“ gehörte von alters her zur Herrschaft Sonnewalde. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1486 in einer Belehnungsurkunde für Hans von Minkwitz und Philipp, Grafen zu Solms. 1535 erscheint in einem Sonnewalder Amtsbuch zum ersten mal der Zusatz „wendisch“ um eine Verwechslung mit dem nahegelegenen Fürstlich Drehna zu vermeiden. Bei der Arisierung im Nationalsozialismus wurde dann im Jahre 1937 aus Wendisch Drehna - Walddrehna, wie unser Dorf bis heute heißt. Die Geschichte des Gebiets unseres Ortes reicht bis zu den Anfängen der deutschen Ostkolonisation unter Kaiser Otto I im 10. Jahrhundert zurück. Der Markgraf der Ostmark, wie das Gebiet zwischen Elbe und Oder genannt wurde, Gero I auch der Große genannt hatte hier seine Burg. Auf einem natürlichen Plateau, dem Grünen Berg zwischen Walddrehna und Gehren, befand sich die durch einen Graben und Erdwall geschützte Gerosburg. Auf dieser Burg soll sich grausames zugetragen haben. So lud der Markgraf Gero 30 der vornehmsten slavischen Häuptlinge zu einem herzlichen Gastmahl. Die Fürsten folgten dem heiligen des Deutschen Gastrechts. Als sie nach dem Mahle vom Weine berauscht zu Boden sanken, ließ Gero sämtliche Fürsten der Lusitzer einfach Tod schlagen.Ein weiteres großes Ereignis überliefert die Chronik des Thietmar von Merseburg. Im Jahre 1010 rüstete König Heinrich II zu seinem 2. Polenfeldzug. Auf dem Weg zur Oder erkrankte er aber bei der Burg Jarina, der oben genannten Gerosburg und kehrte von dieser in Begleitung einiger Bischöfe ins Reich zurück. Der nächste königliche Besuch ereignete sich 1574 am „Königsstein“ bei Walddrehna als der neugewählte König von Polen, Heinrich von Anjou, seinen Weg von Frankreich nach Polen durch die Niederlausitz nahm. An diesem besagten Stein befand sich zur damaligen Zeit die Grenze zwischen der Niederlausitz und dem Churkreis Sachsen an der er von der Ritterschaft des jeweiligen Landes bei einem festlichen Schauspiel übergeben wurde. Der traurigste Teil der Geschichte Walddrehna`s ereignete sich in den Wirren des dreißigjährigen Krieges. Am Ende der 30er Jahre des 17. Jh. legten die brandschatzenden Schwedenheere das gesamte Dorf in Flammen und töteten die gesamte Bevölkerung in schlimmster Folter und Quälerei. Einzig die Dorfkirche, das alte Forsthaus und die alte Schänke überstanden diese Schreckensjahre. Allerdings wurden die zwei letzt genannten, zweigeschossige Fachwerkhäuser, in späteren Zeiten abgerissen. Mit der Eisenbahnlinie und der Eröffnung des Bahnhofs am 17.06.1875 kam auch der industrielle Aufschwung, der auch eine Verdoppelung der Einwohnerzahl zur Folge hatte.


(Text: T. Krause)

Bild/Text Einsenden


Objekte in Walddrehna
 

Portrait
Kirche
15926 Walddrehna
Dahme-Spree
Romanik
Feld-/Bruchstein
Baujahr: 13. Jh.
Portrait
Herrensitz
15926 Walddrehna
Dahme-Spree
Gutshaus
Portrait
Forsthaus
15926 Walddrehna
Dahme-Spree
Baujahr: 17. Jh.
Portrait
Schule
15926 Walddrehna
Dahme-Spree
Portrait
Gasthaus
15926 Walddrehna
Dahme-Spree
Baujahr: 1905
Portrait
Schäferei Karlshof
15926 Walddrehna
Dahme-Spree
Portrait
Bauernhof
15926 Walddrehna, Hof 01
Dahme-Spree
Vierseithof
Portrait
Bauernhof
15926 Walddrehna, Hof 05
Dahme-Spree
Geschlossener Dreiseithof
Portrait
Bauernhof
15926 Walddrehna, Hof 02
Dahme-Spree
Dreiseithof
Portrait
Bauernhof
15926 Walddrehna, Hof 03
Dahme-Spree
Zweiseithof
Portrait
Bauernhof
15926 Walddrehna, Hof 04
Dahme-Spree
Offener Dreiseithof

Seitenanfang